Ertragsprognosen und -gutachten
Die primäre Aussage eines Ertragsgutachtens ist der zu erwartende jährliche Energieertrag der geplanten Solaranlage. Die Prognose erfolgt einmal als ein absoluter Wert in kWh und bezogen auf die konkret geplante Anlagengröße in kWh/kWp. Das Ertragsgutachten ist somit ein wichtiges Hilfsmittel in der Abschätzung, ob sich ein Standort für den Bau einer Solaranlage eignet. Auf Basis des prognostizierten Energieertrages kann ein Wirtschaftlichkeitsmodell aufgesetzt werden, mit dessen Hilfe man ermitteln kann, ob die Errichtung einer Solaranlage und die Zusammenfassung mehrerer Standorte voraussichtlich ein rentables Investment ist.
Die Grundlage eines Ertragsgutachten ist eine möglichst langjährige Messreihe der lokalen Sonneneinstrahlung. Die Daten werden mit Hilfe von Wetterstationen und Daten von Wettersatelliten, die mittels computergestützter Modellrechnungen auf den jeweiligen Standort übertragen werden können, gewonnen. Dabei gilt die Annahme, dass bisherige Beobachtungen bezüglich der Einstrahlungsverhältnisse auch zukünftig so vorkommen werden. Die natürlichen jährlichen Schwankungen des Energiepotentials werden bei der Prognose nicht berücksichtigt. Sie betragen in der Regel +/- 10 % des erwarteten durchschnittlichen Jahrespotentials. In einzelnen Spitzenjahren sind auch größere Abweichungen möglich.