Donnerstag, 2010-07-29

Degradation

Alle Solarzellen verlieren in den ersten Stunden, in denen sie dem Sonnenlicht (und damit UV-Licht) ausgesetzt sind, etwas an Leistung. Diesen Vorgang nennt man „Degradation“.

Bei kristallinen Zellen ist dieser Vorgang nach 20 bis 50 Stunden Sonneneinstrahlung abgeschlossen und beträgt weniger als 2 Prozent. Bei amorphen Siliziumzellen (Dünnschichtmodulen) dauert er mit 1.000 Stunden viel länger und bewirkt zunächst einen deutlichen Leistungsabfall. Die Leistung von kristallinen Solarzellen bleibt danach konstant, wie Langzeituntersuchungen ergeben haben. Andere Fachleute sprechen von Leistungsrückgängen bis durchschnittlich 0,5 % pro Jahr.

Die Hersteller von Solarmodulen versuchen der anfänglichen Degradation entgegenzuwirken, indem sie die fertigen Solarmodule zunächst durch künstliche Lichtbestrahlung „altern“, die anfängliche Degradation also künstlich herbeiführen. Nach diesem Prozess wird das Solarmodul ausgemessen und entsprechend der dann ermittelten Leistung qualifiziert. Durch diese Methode können die anfänglich hohen Leistungsverluste vermieden werden und die Solarmodule altern nur noch „normal“. Bei amorphen Siliziumzellen steigt die Leistung im Sommerhalbjahr durch Wärmeeinwirkung etwas an und sinkt im Winterhalbjahr entsprechend. Abgesehen von diesen Schwankungen ist der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen nach Ablauf der Anfangsdegradation langfristig stabil. Für die Prognoserechnung wird in jedem Fall eine Degradation von 0,4 % pro Jahr unterstellt, was ein Mittelwert im oberen Bereich darstellt.